www.fdp.de
Logo

Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Reden

Rede vom 24.10.2007

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Drucksache 14/5222

Lernen wie in Finnland

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, Herr Große Brömer, das hätten Sie wohl gern.
Frau Beer, Sie sind ja bekannt dafür, dass Sie
hier im Plenum und auch im Fachausschuss gern
ein bisschen hochmütig vermeintliche wissenschaftliche Kompetenz und Analyse bemühen.
Aber die einzige Kompetenz, die aus diesem Antrag
spricht, heißt Ideologie.
Schweden liegt zwar nicht weit von Finnland entfernt, aber ein Synonym ist Schweden für Finnland bis heute nicht, Frau Beer. Und mit diesem
peinlichen Antrag hätten Sie sich besser nordisch
davongetrollt, als ihn hier plenar zu debattieren.

(Beifall von Ralf Witzel [FDP])

Was Sie zur Fachleistungsdifferenzierung in nordrhein-westfälischen Gesamtschulen sagen, entspricht nicht einmal den Fakten. Sehen Sie sich
doch einmal die KMK-Vereinbarung an. Zwei Anspruchsebenen für die Kernfächer in äußerer Differenzierung sind dort nämlich Vorschrift: entweder in Fachkursen oder in abschlussbezogenen
Klassen. Und Sie beklagen sich ernsthaft über
diese ohnehin schon geringe Differenzierung!

(Sigrid Beer [GRÜNE]: Was macht Hamburg?)

Dabei spricht inhaltlich nichts dafür: Für besonders
heterogene Lerngruppen – heterogen sind im
Übrigen alle Lerngruppen mit mehr als zwei Kindern; zwecks Differenzierung betone ich also: „für besonders und über die Schulformen hinweg heterogene Lerngruppen“ – gibt es nirgendwo den Nachweis dafür, dass dort erfolgreicher gelernt wird! Als einzigen Vorteil gibt es lediglich den Hinweis darauf, dass integrative Lerngruppen das soziale Lernen verbessern können. Auch PISA kann man übrigens nicht entnehmen, dass integrierte Schulsysteme erfolgreicher agieren als gegliederte.

mehr dazu...


Zurück

Druckversion Druckversion 

Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

Weiterbildung