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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Reden

Rede vom 09.11.2005

NRW im PISA-Ländervergleich weiter abgerutscht - Neustart in der Bildungspolitik unverzichtbar!

"Herr Präsident! Meine Kolleginnen und Kollegen! Die besten Gymnasiasten der Republik sind die Realschüler in Bayern. Nach zweimal Pisa gewinnt man den Eindruck, dass Nordrhein-Westfalen unermüdlich mit Bremen und Hamburg um den letzten Platz kämpft.

Außer im Bereich Problemlösung, in dem unsere
Schüler gerade mal im OECD-Durchschnitt liegen,
zeigen sich in unserem Land in allen Bereichen
unterdurchschnittliche Leistungen. Wir haben keinen Sprung nach vorn gemacht:

- seit 2000 keine Verbesserungen bei der Risikogruppe von Schülern, die sich auf oder unter der niedrigsten Kompetenzstufe bewegen; nach wie vor sind das mindestens 25 %;

- keine erkennbare Entkoppelung zwischen
niedrigem Leistungsniveau und Herkunft aus
sozial schwachen Milieus. War gerade dies nicht immer der Anspruch der Sozialdemokratie?

- Er ist gescheitert.

- Weit mehr als die Hälfte unserer Schüler weisen
verzögerte Schullaufbahnen auf. 35 % der
getesteten 15-Jährigen sind nicht auf den
Klasse-nstufen, auf denen sie sein sollten.
Förderunterricht? - Fehlanzeige.

- Pisa-E zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen
mathematischer Leistung und Problemlöse-kompetenz. Diese nämlich ist messbar höher, als die erbrachten Matheleistungen selbst.
Fazit: Kognitive Potenziale haben Sie nicht ausschöpfen können.

- Fast 30 % der Schüler in Nordrhein-Westfalen
mit irgendeinem Migrationshintergrund sind
hier geboren, aber die neu Zugewanderten,
diejenigen also, die nicht hier geboren sind,
lernen schneller Deutsch und zeigen deutlich
bessere Leistungen. Das ist der Spiegel einer
jahrzehntelangen verfehlten Integrationspolitik,
die auf Ihr Konto geht.

(Beifall von der FDP)

Erst seit kurzem wurde von Ihnen die deutsche
Sprachförderung ernsthaft vorangetrieben. Früher
nahmen Sie das nicht so genau. Ich erinnere an
die erste Schulausschusssitzung der 13. Legislatur-periode - gerade einmal fünf Jahre her -, als die
damalige Schulministerin, Gabriele Behler, FDP
und CDU für diese Forderung in die rechte Ecke
gestellt hat. ..."

(Auszug aus Plenarprotokoll 14/12, S. 1011f,)

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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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