Pressemitteilungen - Ingrid Pieper-von Heiden

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Pressemitteilungen vom 31.08.2011:

„Quoten-Uni“ löst keine Probleme

Eine gesetzliche Frauenquote an Hochschulen in NRW lehnt die FDP ab. Aus Sicht der Liberalen ist eine Quote, wie die Grünen sie heute wieder gefordert haben, lediglich ein Herumdoktern an Symptomen.

„Die Zahl der Studentinnen an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – eine ideale Ausgangssituation, um möglichst viele junge Frauen für die Wissenschaft zu gewinnen“, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Marcel Hafke.
Das Ziel müsse nun sein, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und bestehende Hürden zu beseitigen. „Die Grünen haben immer noch nicht den eigentlichen Grund für den geringen Frauenanteil an Universitäten und Fachhochschulen erkannt: die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade in Wissenschaft und Forschung. Den Frauen, die den Weg in die Wissenschaft bereits gefunden haben, hilft eine gesetzliche Quote nicht weiter“, erklärt Ingrid Pieper-von Heiden, frauenpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion.

Hier gelte es, die Rahmenbedingungen an den Hochschulen weiter zu verbessern, sind die FDP-Abgeordneten überzeugt.

„Sinnvoller als eine von oben starr verordnete Quotierung wäre es doch, mit den Beteiligten ein Konzept zu erarbeiten, wie die Unterrepräsentanz von Frauen in den einzelnen Stufen der wissenschaftlichen Karriereleiter weiter verringert werden kann“, sagt Pieper-von Heiden. Hierbei sollte in erster Linie auf die Anreizsysteme zurückgegriffen werden, die sich in den letzten Jahren bewährt haben. Hafke: „Im Rahmen der Ziel-Leistungs-Vereinbarungen können Anstrengungen der Hochschulen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit angeregt und gefördert werden. Eine durchgesteuerte „Quoten-Uni“ mit Quoten-Professorinnen und Quoten-Rektorinnen ist keine Lösung und auch nicht im Interesse unser talentierten Nachwuchswissenschaftlerinnen.“
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