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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 17.08.2009:

Quotenregelungen schwächen die Akzeptanz von Frauen

Zu der neuerlichen Forderung der SPD-Fraktionsvorsitzenden, Hannelore Kraft, zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Ingrid Pieper-von Heiden:

"Die SPD hat immer noch nicht verstanden, dass sich in Jahrzehnten gewachsene Strukturen nicht einfach per gesetzlichem Federstrich ändern lassen. Die Liberalen haben eine so genannten Frauenquote von jeher abgelehnt und tun dies auch immer noch. Quotenregelungen führen zum Verkauf unter Wert und zu Akzeptanzproblemen. Darüber hinaus werden wieder einmal alle Unternehmen von der SPD über einen Kamm geschoren. Für die meisten Unternehmen ist die geforderte Gleichstellung bereits völlig selbstverständlich. Die steigende Tendenz von Frauen in Führungspositionen in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die liberale Politik, die auf eine gesetzliche Quote verzichtet, der richtige Ansatz ist.

Die Liberalen wollen durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen mehr Frauen in anspruchsvolle Jobs und damit auch in die Führungsetagen bringen: So muss die, insbesondere in ein Jobsharing eingebettete Teilzeitbeschäftigung eine andere Wertschätzung erfahren. Unternehmer, die für solche flexiblen Arbeitszeitmodelle offen sind, müssen bei Sozialabgaben und Steuerbeiträgen bis auf das Niveau einer Vollzeitstelle entlastet werden, so dass sie nicht für das Angebot zweier Arbeitsplätze mehr bezahlen müssen als für einen entsprechenden Vollzeitarbeitsplatz.

Auch die von der FDP-Bundestagsfraktion bereits lange geforderte Abschaffung der Steuerklasse V kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten, vermehrt Arbeitsanreize für Zweitverdiener zu schaffen. Nur mit nachhaltigen und von allen Seiten akzeptierbaren Maßnahmen können wir eine historisch gewachsene Struktur auch nachhaltig umkehren. Dass Frau Kraft nun wieder mit gesetzlichen Zwangsmaßnahmen agieren will, zeigt deutlich, wie wenig Vertrauen Sie in die Qualitäten der modernen Frauen und modernen Unternehmen hat."
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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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