Pressemitteilungen - Ingrid Pieper-von Heiden

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 12.06.2009:

Informationsaustausch in der Arbeitsagentur Detmold

PM Nr. 57/2009 vom 16. Juni 2009

In der vergangenen Woche wurden Informationsgespräche zwischen Arbeitsverwaltung und Politik in der Detmolder Arbeitsagentur durchgeführt. Agenturchef Dr. Harald Hiltl begrüßte zahlreiche Parlamentarier, die die Region Lippe im Bundes- und Landtag vertreten, zu einem intensiven Gedankenaustausch über die Arbeitsmarktsituation und die Handlungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur in der aktuellen Krise. Dr. Hiltl erläuterte die aktuellen Daten für Lippe, die belegen, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise inzwischen auch den Arbeitsmarkt in Lippe erreicht hat. So sei die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Detmold bis Ende Mai auf 15.924 angestiegen und überträfe inzwischen die Vorjahreszahl um fast 11 Prozent. Dr. Hiltl stellte aber auch heraus, dass die bisherige Höchstzahl an Arbeitslosen in einem Mai noch um 26 Prozent unterschritten werde. Im Mai 2005 gab es in der Region 21.597 Arbeitslose. Zuletzt seien auf dem lippischen Arbeitsmarkt zumindest saisonale Belebungstendenzen erkennbar gewesen, die Anlass zur Hoffnung auf ein Ende der wirtschaftlichen Talfahrt gäben. Die Parlamentarier zeigten sich mit Dr. Hiltl erfreut, dass die heimische Wirtschaft in großem Umfang versuche, der Auftragsflaute mit Kurzarbeit zu begegnen, um so die Beschäftigung für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu sichern; aber auch, um mit dem eigenen Unternehmen handlungsfähig und flexibel zu bleiben. Von Oktober 2008 bis Mai 2009 haben 615 Betriebe für mehr als 19.000 Beschäftigte bei der Detmolder Arbeitsagentur Kurzarbeit angezeigt. Die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit falle allerdings deutlich geringer aus, so Dr. Hiltl. Im März 2009 (aktuellere Statistik-Daten liegen nicht vor) haben in Lippe in 266 Betrieben 8.119 Arbeitnehmer „kurzgearbeitet“.

Im Mai des Vorjahres waren lediglich 664 Arbeitnehmer in 115 Betrieben betroffen. „Wir werben weiter für die intensive Nutzung der Kurzarbeit, insbesondere auch in Verbindung mit einer beruflichen Qualifizierung. Wir beraten und informieren wo immer dies möglich, hilfreich und gewünscht ist“, so der Agenturchef. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die gesetzlichen Neuregelungen, die mit dem so genannten Konjunkturpaket II geschaffen wurden, sehr hilfreich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der aktuellen Situation seien. Neben den Erleichterungen für den Bereich der Kurzarbeit hoffen die Beteiligten im Laufe des Jahres noch auf positive Auswirkungen für den heimischen Arbeitsmarkt vom Programmteil „Zukunftsinvestitionen der Kommunen und Länder“. Die neuerliche Verlängerung der Bezugsfrist für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate wurde gleichfalls begrüßt. Die Gesprächsteilnehmer hoffen, dass insbesondere die Unternehmen, die jetzt die Zeiten des Arbeitsausfalls für die Qualifizierung der Arbeitnehmer nutzen, letztendlich gestärkt aus der der Krise hervorgehen. Die Politiker appellierten mit Dr. Hiltl zum Abschluss ihrer Gespräche an die Personalverantwortlichen in den Unternehmen bei der Ausbildung der jungen Menschen nicht nachzulassen. „Der Fachkräftebedarf ist durch die Krise nicht vom Tisch und die jungen Frauen und Männer der Region brauchen eine berufliche Perspektive. Die aktuellen Schwierigkeiten dürfen nicht zu Lasten der jungen Generation gehen.“
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