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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 18.03.2009:

Porträt / Landtag intern

Porträt in der Landtag intern, 40. Jahrgang, Ausgabe 3 vom 18.03.2009, S. 19

Bei Ingrid Pieper-von Heiden geht immer alles schnell. Das kann man beobachten, wenn die lippische Abgeordnete durch die Gänge und Flure des Landtags eilt, das kann man hören, wenn sie am Rednerpult des Plenarsaals steht und mit beeindruckend vielen Wörtern pro Minute ihre Argumente vorträgt, das kann man auch an ihrer politischen Karriere sehen. 1996 trat die damals 48-Jährige in die FDP ein, damals noch in außerparlamentarischer Opposition, drei Monate später saß sie im Landesfachausschuss Bildungspolitik und noch einmal drei Monate später war sie bereits dessen Vorsitzende. In demselben Tempo ging es weiter: 1998 wurde sie zur Kreisvorsitzenden in Lippe gewählt, 2000 in den NRW-Landtag und in den FDP-Bezirksvorstand Ostwestfalen-Lippe, 2002 in den Landesvorstand ihrer Partei.

Dass sie sich nach Ausbildung, Berufstätigkeit und Familienleben politisch engagieren wollte, stand für Pieper-von Heiden schon zu Schulzeiten fest und dabei war es für sie ebenso eindeutig, dass dieses Engagement in der FDP stattfinden würde. Auch wenn sie in den 70er-Jahren Sympathien für den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) empfand, hingezogen fühlte sie sich zu anderen Parteien nie. Die Freiburger Thesen, Anfang der 70er-Jahre vom damaligen FDP-Generalsekretär Karl-Hermann Flach entwickelt, waren ihre politische Richtschnur. Hinzu kam, dass sie aus einem liberalen Elternhaus stammt, auch wenn ihr Vater nicht Mitglied der Partei gewesen war. Ihren langfristigen Lebensplan setzte Pieper- von Heiden Schritt für Schritt um. Nach dem Schulbesuch in Lemgo arbeitete sie als
Fremdsprachenkorrespondentin und Wirtschaftskorrespondentin, schloss ein Studium der Betriebswirtschaft an, arbeitete bis 1977 als Direktionsassistentin und legte dann eine zehnjährige Auszeit für die Familie ein, allerdings unterbrochen von gelegentlichen Einsätzen als Dolmetscherin für ihren alten Arbeitgeber auf internationalen Messen und Konferenzen. 1988 kehrte sie in das Berufsleben zurück, gab ihre Position aber zwölf Jahre später für ihre alte Leidenschaft Politik wieder auf. 2000 wurde sie auf dem zunächst aussichtslos erscheinenden Platz 17 der FDP-Landesliste in den Landtag gewählt, mittlerweile muss sie sich um ihre Aufstellung und Wiederwahl nur wenig Sorgen machen.
Pieper-von Heiden ist mit Leib und Seele Bildungspolitkerin und ihr besonderes Augenmerk gilt dabei hochbegabten Kindern. Schon als ihr mittlerweile 30 Jahre alter Sohn noch zur Schule ging und sie sich in der Elternvertretung engagierte, wurde ihr klar, dass viele dieser Kinder besondere Probleme haben. 2001, als die FDP in NRW in der Opposition war, gründete sie die Stiftung Bildung mit Spenden aus der Wirtschaft, die sie noch heute leitet. Die Stiftung hat mittlerweile einen Leitfaden für den Umgang mit Hochbegabten herausgebracht und Module für die Lehrerfortbildung entwickelt. Sie ist überzeugt, dass es in jeder Schulklasse ein paar Kinder gibt, die mit dem normalen Unterricht unterfordert sind. Erst nach und nach werde über dieses Problem offen gesprochen, sagt sie. Allerdings stecke Deutschland noch in den Anfängen. Es fehle an einer individuellen speziellen Förderung dieser Kinder, nicht zuletzt, weil auch die Lehrer darauf nicht vorbereitet seien.

Ingrid Pieper-von Heiden ist tief in ihrer lippischen Heimat verwurzelt. Sie bietet ihr die notwendige Sicherheit, hier leben ihre Freunde, hier erholt sie sich an Wochenenden vom Stress der Politik, unter anderem durch Joggen. Dreimal, wenn es gut geht, sonst zweimal schnürt sie am Wochenende die Laufschuhe und besonders stolz ist sie darauf, dass sie schon einmal erfolgreich den Hermannslauf von Detmold nach Bielefeld über gut 30 km geschafft hat und dabei den zehnten Platz in ihrer Altersgruppe belegte. Ihre eigenen Kochkünste stuft sie zwar selbst als äußerst bescheiden ein, umso mehr freut sie sich, wenn sie zu gutem Essen mit Freunden zusammentrifft, vor allem, wenn die Küche italienisch inspiriert ist. Italienisch soll auch der Rotwein sein, bei dem sie nach langen Arbeitstagen vor dem Schlafengehen noch einmal tief durchatmet. Und damit ihre Französisch- Kenntnisse nicht einrosten, liest sie einmal im Jahr ihr Lieblingsbuch, von Emile Zola "Au Bonheur des Dames".
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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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