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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 03.05.2007:

Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung - Neue Chancen für Kinder in Nordrhein-Westfalen

Ingrid Pieper-von Heiden,
Bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion

-es gilt das gesprochene Wort -

"In den letzten Wochen sind erstmals in Nordrhein-Westfalen Sprachtests für alle vierjährigen Kinder erfolgt. Wir machen ernst mit unserem Versprechen, Nordrhein-Westfalen zum Bildungsland Nummer 1 zu machen. Und damit schon die Kleinsten faire Chancen auf Bildung haben, werden seit diesem Frühjahr alle Vierjährigen darauf getestet, ob ihr Sprachvermögen altersgemäß entwickelt ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen. Und sollte festgestellt werden, dass ein Kind Sprachschwächen hat, dann helfen wir ihm. Wir ermöglichen diesen Kindern eine faire Bildungschance. Wir lassen diese Kinder mit ihren Problemen nicht allein. Wir fördern stattdessen ihre Sprachvermögen in dem sie einen vorschulischen Sprachförderkurs besuchen.

Die von der schwarz-gelben Koalition gefassten Maßnahmen zur Steigerung von Bildungschancen für unsere Kinder sind ein bundesweites Paradebeispiel für sozial gerechte Bildungspolitik. Viel früher als bisher kann mit einer gezielten vorschulischen Sprachförderung begonnen werden. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg wird verringert. Wir geben den Kindern eine echte Chance, an Bildung teilzuhaben und in unsere Gesellschaft integriert zu werden.

Nur wer systematisch überprüft und alle Kinder einbezieht, kann Defizite frühzeitig erkennen, den Kindern helfen und verhindern, dass schon ihr Start in der Schule missglückt.

Dass ausgerechnet die rot-grüne Opposition, die in der Bildungspolitik sträflich versagt und tausenden Kindern die Zukunftschancen verbaut hat, nun versucht Ängste hinsichtlich der neuen Sprachstandsfeststellung zu schüren, ist beschämend.

Schon das Vokabular von Rot-Grün ist kläglich: Davon zu sprechen, Kinder seien in der ersten Stufe 'durchgefallen' oder machten ein 'Kinder-Abitur', ist völlig überzogen und vor allem falsch!

Im Interesse unserer Kinder ist es dringend geboten, kein Chaos herbeizureden. Rot-Grün sollte sich bei diesem wichtigen Thema endlich von der künstlich erzeugten Dramatik verabschieden. Hierzu gibt es nämlich keinen Anlass!

Rund 95.000 Vierjährige werden diesen Monat an der zweiten Stufe des Verfahrens teilnehmen. Darunter sind allein 33.000 Kinder, die an den ersten Tests gar nicht teilgenommen haben - aus Krankheitsgründen, oder weil sie keinen Kindergarten besuchen.

Bei diesen Kindern wird mit einem Individualverfahren nun in der nächsten Woche noch einmal genauer hingeschaut, wie es um ihr Sprachvermögen steht. Aber klar ist doch schon jetzt, dass nicht bei allen am Ende eine zusätzliche Sprachförderung herauskommt.

Ich wünsche mir auch von der Opposition etwas mehr Pragmatismus bei der Debatte. Es wird bei den Sprachstandstests nicht über einen Lebensweg entschieden, sondern darüber, ob ein Kind Sprachförderung braucht oder nicht, um in der Schule bestehen zu können, sich beteiligen zu können und sich auch wohlzufühlen.

Für die Fraktion der FDP kann ich sagen, dass wir sehr stolz sind auf die Maßnahmen zur Sprachförderung von Kindern. Sie sind bundesweit einmalig. Es gibt keinen Grund, sich bezüglich des Verfahrens verrückt machen zu lassen. Alle Beteiligten können ganz gelassen der zweiten Stufe des Verfahrens entgegen sehen.

Mit Blick auf die Opposition heißt es daher auch mal wieder:
Viel Lärm um nichts."
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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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