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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen vom 13.06.2006:

Individuelle Förderung: "Wir wollen die Talente in unserem Land wieder nutzen"

Die individuelle Förderung der Schüler, insbesondere von Hochbegabten,
hat die FDP-Landtagsfraktion in ihrer heutigen Sitzung mit Schulministerin Barbara Sommer diskutiert. Die FDP-Fraktion begrüßte ausdrücklich, dass Schüler künftig einen Rechtsanspruch auf
begabungsgerechte Förderung haben. Dies wird im neuen Schulgesetz erstmals festgeschrieben. Die bestmögliche Förderung aller Kinder müsse eine Daueraufgabe der Schulen werden. Daher müssen die Schulen ihren Unterricht und die Förderung ihrer Schüler künftig so gestalten, dass die Versetzung zum Regelfall wird.
Als wichtigen Schritt zur konsequenten Verbesserung der individuellen Förderung hob FDP-Bildungsexpertin Ingrid Pieper-von Heiden die
Einführung von Qualitätsanalysen hervor. Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen Strukturen und Wirkungen der schulischen individuellen Förderung überprüft und anhand eines Controllings von der Schulaufsicht aufgegriffen werden. Zudem soll eine landesweite Beratungsstruktur aufgebaut werden, die gewährleistet, dass der individuelle Bildungsverlauf jedes Schülers von einer sach- und
situationsgerechten Beratung begleitet wird. Ingrid Pieper-von Heiden, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, lobte insbesondere, dass mit dem neuen Schulgesetz die Förderung Hochbegabter verstärkt in den Mittelpunkt gerückt wird. "Wir wollen alles dafür tun, dass die Talente in
unserem Land auch genutzt werden." Schließlich gelte der Rechtsanspruch auf besondere Förderung für Hochbegabte genauso wie
für lernschwache Schüler. Gerade die Förderung hochbegabter Kinder sei in den vergangenen Jahren von Rot-Grün vernachlässigt worden. "Wir
wollen, dass auch diese Kinder durch Beratung und ergänzende Bildungsangebote in ihrer Entwicklung besser gefördert werden." Die
Förderung von besonders begabten Schülern aus Zuwandererfamilien habe darüber hinaus herausragende Bedeutung. "Die Förderung von
Schülern mit besonderer Begabung durch besondere Maßnahmen an ihren Schulen wird erkennbar dazu beitragen, dass wir den
Herausforderungen der Wissensgesellschaft gerecht werden und international wettbewerbsfähig bleiben."

Technologischen Fortschritt könne es jedoch nur mit einer Elite von gut ausgebildeten, kreativen
Köpfen geben.
Um die individuelle Förderung der Schüler weiter zu verbessern fordern die Koalitionsfraktionen aus FDP und CDU die Landesregierung auf, ein
Konzept zur Begabungsförderung und individueller Förderung auszuarbeiten und zu einem Orientierungsrahmen für die schulische
Arbeit weiter zu entwickeln. Die Landesregierung soll dabei unter anderem folgende Punkte erarbeiten:
- die Gestaltung von Lernumgebung, fördernde Lernangebote, sowie Lernbegleitung
- den Aufbau einer landesweiten Beratungsstruktur für die Begabungsförderung aufzubauen, um Schüler frühzeitig bei ihrem individuellen Bildungsverlauf zu unterstützen
- die Einrichtung spezieller Förderverbünde für begabte Schüler, in denen Schulen pädagogisch orientiert zusammenarbeiten
- Schulen bei der innerschulischen Umsetzung der
Begabungsförderung durch Anreize zu stärken
- Eckpunkte und Kernbereiche eines Ausbildungs- und Fortbildungskonzeptes "Begabungsförderung im Kontext individueller Förderung" für NRW zu benennen
- weitere Partner (Stiftungen, Wirtschaft, Hochschulen, etc.) für die Begabungsförderung zu gewinnen
- Stadt-, Bürger- und Familienstiftungen in ihrem Engagement einer Begabungsförderung für Schüler auch mit Migrationshintergrund nachdrücklich zu unterstützen
- Internatsschulen mit internationale ausgerichtetem Schulprogramm darin zu stärken, geeignete Angebote für ausländische Gastschüler vorzuhalten.
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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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