- Ingrid Pieper-von Heiden

Pieper-von Heiden: Rot-Grün läutet das Ende differenzierter Bildungsgänge ein

(Düsseldorf, 13. März 2012) Die rot-grüne Landesregierung hat die Gründung von 42 Sekundarschulen und 19 neuen Gesamtschulen genehmigt. „Die rot-grüne Landesregierung läutet das Ende differenzierter Bildungsgänge ein“, erklärt Ingrid Pieper-von Heiden, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion. Denn nur zwei von 42 Sekundarschulen werden im Anschluss an den zwangsweise integrierten Unterricht bis einschließlich zur 6. Klasse differenzierte Bildungsgänge einrichten. „Das ist die Ouvertüre zu vollintegrierten Schulen. Davor hat die FDP stets gewarnt.“
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Pieper-von Heiden: Rot-Grün läutet das Ende differenzierter Bildungsgänge ein

Die individuelle Förderung der Schüler in Klassen mit der gesamten Leistungsspanne vom Förderschüler bis zum hochbegabten Kind wird für Lehrer eine kaum zu bewältigende Herausforderung darstellen. „Dennoch weigert sich die Landesregierung, für alle zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer an Sekundarschulen eine Lehrerfortbildung verpflichtend zu machen. Damit ist ein Qualitätsabbau vorprogrammiert und schon heute sicher, dass Realschulqualität nicht zu halten sein wird“, erklärt die Bildungsexpertin.

Acht beantragte Sekundarschulen und zwei Gesamtschulen sind laut Landesregierung im Anmeldeverfahren gescheitert. „Ein wirklicher Erfolg sieht anders aus. Offenbar wollen in zahlreichen Kommunen viele Eltern diese Schulen nicht“, bilanziert Pieper-von Heiden. In kleinen Gemeinden sei durch die Streichung der Verbundschule aus dem Schulgesetz geradezu ein Zwang zur Errichtung einer Sekundarschule eingeführt worden, um ein weitergehendes Schulangebot zu erhalten.

Gleichzeitig haben CDU, SPD und Grüne die Errichtungsgröße für Gesamt-schulen deutlich abgesenkt und die Sekundarschulen durch eine Vielzahl zusätzlicher Ressourcen privilegiert. „Es ist bezeichnend, dass trotz der unfairen Bevorzugung von Sekundarschulen so viele Schulen im Anmeldeverfahren gescheitert sind. Die Bilanz wäre noch deutlicher, wenn die Genehmigungsvorgaben an mancher Stelle im Verfahren nicht massiv aufgeweicht worden wären“, betont Pieper von Heiden.
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