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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Lage der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen in NRW

Kleine Anfrage 859

Seit vielen Jahren wird sowohl in der Musikhochschullandschaft NRW, aber auch in den gesamten 24 Musikhochschulen in der Bundesrepublik die Situation der Lehrbeauftragten der Musikhochschulen diskutiert. Am 5. Mai 2011 hat in diesem Zusammenhang an der Musikhochschule in Detmold ein Aktionstag zu der Situation der Lehrbeauftragten stattgefunden.

Die Lehrbeauftragten der Musikhochschulen des Landes haben im Rahmen dieser Veran-staltung darauf hingewiesen, dass ihr Unterricht, statt wie ursprünglich vorgesehen in ergänzender Funktion, mittlerweile teilweise auch zur Sicherstellung des Lehrangebots an sich diene. In vielen Fällen übernähmen freiberufliche Lehrbeauftragte, also Akademiker mit Musikhochschul- oder Universitätsabschluss zum Beispiel im Bereich Musikwissenschaft, die gleichen Aufgaben wie die finanziell besser gestellten und besser abgesicherten Professoren. Ebenso wurden auch Lösungsvorschläge zu der Problematik vorgestellt.
Darüber hinaus hat sich am 9. Mai 2011 der Kunsthochschulbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen, der gemäß Kunsthochschulgesetz das Land und die Kunsthochschulen des Landes berät, in einer Sitzung ausführlich mit der Situation der künstlerischen Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen befasst. Aus einer diesbezüglich am 11. Mai 2011 veröffentlichten Pressemitteilung geht hervor, dass der Beirat in seiner Sitzung am 9. Mai 2011 die Feststellung getroffen habe, dass die Lehrbeauftragten in NRW in erheblichem Umfang zur Lehre beitragen und damit einen großen Anteil am hohen Niveau der künstlerischen Ausbildung an den nordrhein-westfälischen Musikhochschulen hätten.

Zudem sah der Beirat eine unvertretbare Diskrepanz zwischen der Bedeutung, die die Arbeit der Lehrbeauftragten für die Hochschulen hat und ihrer arbeitsrechtlichen und finanziellen Situation und empfahl, dies zum Anlass für Überlegungen zu einer Verbesserung der Personalstruktur an den Musikhochschulen zu nehmen. Der Beirat ließ darüber hinaus verlauten, dass er eine Anpassung der Vergütungssätze, die seit 2002 nicht mehr angehoben wurden und deshalb deutlich hinter der allgemeinen Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst zurück geblieben sind, für unabdingbar halte.Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

1. Wie beurteilt die Landesregierung die arbeitsrechtliche Situation der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen in NRW?

2. Ist es zutreffend, dass die Vergütungssätze für Lehrbeauftragte in NRW alsbald angehoben werden sollen?

3. Wenn, ja in welcher Höhe?

4. Ab welchem Zeitpunkt?

5. Wie soll die Anhebung der Vergütungssätze finanziert werden (aus dem laufenden Etat der Musikhochschulen)?

Marcel Hafke
Ingrid Pieper von Heiden


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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

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