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Ingrid Pieper-von Heiden

für OWL im Landtag

Wie hat sich seit 2005 der Ausbau der Ganztagsangebote im Kreis Lippe entwickelt?

Kleine Anfrage 276

Unter der schwarz-gelben Koalition ist im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 der Ausbau der Ganztagsangebote an den unterschiedlichen Schulformen deutlich vorangetrieben worden. Neben einer kontinuierlichen Erhöhung der Ganztagsplätze an Grundschulen und Förder-schulen ist durch die Hauptschuloffensive sowie durch die Ganztagsoffensive der Anteil der Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien mit einem Ganztagsangebot massiv ausgeweitet worden, denen unter der damaligen rot-grünen Vorgängerregierung vor 2005 ein Ganztagsausbau verweigert wurde. Hierfür wurden umfangreiche Haushaltsmittel des Landes bereitgestellt. An den Programmen wurden darüber hinaus auch die Träger von Ersatzschu-len angemessen beteiligt. Ebenfalls konnten die Träger der Schulen umfangreiche Gelder in die Schulen investieren, da die schwarz-gelbe Landesregierung mit 84 Prozent der Mittel aus dem Konjunkturpaket II einen so hohen Anteil wie kein anderes Bundesland direkt an die Kommunen weitergeleitet hat.

Während vor 2005 lediglich die Gesamtschulen von SPD und Grünen die Möglichkeit sowie die Ressourcen eines Ganztagsangebots erhielten, hat die Koalition aus FDP und CDU diese Ungleichbehandlung der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler beendet. So wurde durch die Ganztagsoffensive erstmalig in der nordrhein-westfälischen Geschichte 216 Realschulen und Gymnasien der Ausbau zu Ganztagsschulen ermöglicht; gegenwärtig verfügt des Weiteren rund die Hälfte der Hauptschulen über ein Ganztagsangebot. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Ganztagsplätze im Primarbereich kontinuierlich ausgeweitet.

Nach Informationen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung liegt die Ganztagsver-sorgungsquote zum 1. August 2010 an Grundschulen bei rund 86 Prozent, an Förderschulen bei rund 64 Prozent. Gymnasien erreichen rund 22, Realschulen rund 23 und Hauptschulen, wie bereits ausgeführt, rund 50 Prozent. Waldorfschulen erzielen eine Versorgungsquote von rund 65 Prozent. Die höchste Versorgungsquote erreichen die unter Rot-Grün bevorzugten Gesamtschulen mit einer Versorgungsquote von 95 Prozent.

Die Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbau der Ganztagsangebote durch die beschriebenen Programme in den vergangenen Jahren massiv ausgeweitet werden konnte. Flächendeckend hat sich ein schulisches Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für erweiterte Förderangebote in den nordrhein-westfälischen Kreisen etabliert. Gleichzeitig hat die schwarz-gelbe Landesregierung Wert darauf gelegt, ein solches Ganztagsangebot nicht zu einem Zwang zu entwickeln, sondern den Eltern Wahlmöglichkeiten zu eröffnen.

Ich frage daher die Landesregierung:

1. Wie hat sich im Kreis Lippe im Vergleich der Jahre 2000, 2005 und 2010 jeweils zu Schul-jahresbeginn die Anzahl der Ganztagsschulen verändert (bitte aufschlüsseln nach Schulformen)?

2. Wie viele Kinder und Jugendliche im Kreis Lippe haben im Vergleich zwischen Schuljahresbeginn 2004 und dem Beginn des Schuljahres 2010 eine Ganztagsschule besucht (bit-te aufschlüsseln nach beiden Jahren, nach Schulform sowie einzelnen Schulen)?

3. Wie hoch sind die entsprechenden Haushaltsmittel, die von Seiten des Landes in die jeweiligen Ganztagsangebote der Schulen des Kreises Lippe geflossen sind bzw. fließen (bitte aufschlüsseln für die einzelnen Schulen des Kreises nach Vergleich der Jahre 2004 und 2010 sowie als Gesamtsumme seit 2004)?

4. Welche Investitionen zum Ganztagsausbau sind in dem Kreis Lippe aus Mitteln des Kon-junkturpakets II getätigt worden (bitte aufschlüsseln nach einzelnen Schulformen, Schulen und Investitionsschwerpunkten)?

5. Wie viele Anträge oder Willensbekundungen aus dem Kreis Lippe zum Ausbau von Ganz-tagsangeboten bzw. Erhöhungen der Anzahl von Ganztagsplätzen liegen dem Ministerium für Schule und Weiterbildung gegenwärtig vor (bitte aufschlüsseln nach Schulformen und einzelnen Schulen)?

Ingrid Pieper-von Heiden


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Ingrid Pieper-von Heiden


im Plenarsaal des Landtages

Im Gespräch


Ingrid Pieper-von Heiden, Wolfgang Gerhardt

Weiterbildung